Die Erinnerung mahnt uns alle

Der 10. Februar 1998 bleibt den Zöllnerinnen und Zöllnern schmerzhaft in Erinnerung. In Ludwigsdorf bei Görlitz erschoss ein geistig verwirrter Insasse eines Reisebusses aus Kasachstan während einer Kontrolle die Zollobersekretäre Thomas Haupt und Ralph Schulze. Am Grenzübergang Klein-Venedig in Konstanz eröffnete ein Schweizer mit einer Schnellschusswaffe das Feuer und tötete den Zollhauptsekretär Thomas Lachmaier und den Schweizer Gefreiten Stefan Jetzer. Anschließend erschoss sich der Schütze.

Zwei dramatische Ereignisse, die vollkommen unabhängig am selben Tag an weit entfernten Orten geschahen, zeigten binnen weniger Stunden in erschütternder Weise die Gefahren dieses Berufes auf. Zwanzig Jahre danach mischt sich in das Gedenken auch der Blick auf die aktuellen Entwicklungen. Neben Zöllnern, Polizisten und anderen Vollzugskräften sind auch Rettungskräfte und andere Berufsgruppen ins Visier ungehemmter und vor allem unverständlicher Gewalt geraten.

Wir dürfen es niemals hinnehmen, solche Gewalttaten als Berufsrisiko zu akzeptieren. Die Notwendigkeit konsequenter Eigensicherung und einer entsprechenden Ausrüstung bleibt unverändert bestehen.


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