„Faire Mobilität“: GdP fordert mehr Kontrollen durch Zoll und BAG

Heute viel gelernt über die Bedingungen in der #Transportbranche in D und der EU. @FairTransport braucht klare Regeln und Kontrollen. #Ausbeutung und #Dumping geht vor allem zu Lasten der Arbeitnehmer u. der ehrlichen Betriebe. @dgb_news @_verdi @GdPPresse @ETF_RoadDie Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirksgruppe Zoll, begrüßt die DGB Initiative „Faire Mobilität“. Sie zeigt deutlich, wie stark der Transportbereich auf der Straße immer noch erheblichen Ausbeutungsverhältnissen unterliegt. Der DGB fordert deshalb aus Sicht der GdP zu Recht mehr Kontrollen durch die zuständigen Behörden von Zoll und Bundesamt für Güterverkehr (BAG).

„Hierfür fehlt aber das notwendige Personal“ sagt Frank Buckenhofer, Vorsitzender der GdP Zoll und zugleich zuständig für die Beschäftigten beim BAG. „Beide Behörden sind hoffnungslos unterbesetzt und seit Jahren das graue und unbeachtete Aschenputtel des Bundes. Immer mehr neue Aufgaben, immer weniger Personal und kein wirkliches Interesse an ihrer Weiterentwicklung im politischen Berlin“, beschreibt Buckenhofer die Situation.

Wenigstens die Zahlung von zustehendem Mindestlohn, die Ermöglichung der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie die absolute Verkehrssicherheit der Fahrzeuge sind eine elementare Voraussetzung für einen sozialen und sicheren Arbeitsplatz auf der Straße.

„Die Erfüllung dieser Mindeststandards sind auch für die Sicherheit aller übrigen Verkehrsteilnehmer auf den Straßen von existentieller Bedeutung. Nicht selten verursachen übermüdete LKW-Fahrer mit ihren waghalsigen Fahrten mit zum Teil technisch fragwürdigen Fahrzeugen unter dem Druck ihres ohnehin geringen Einkommens gefährliche Unfälle mit großen Schäden, nur weil sie versucht haben, den enormen Ansprüchen ihrer Chefs oder Auftragsgeber gerecht zu werden“, ergänzt Buckenhofers Stellvertreter Mario Märgner, der selbst im BAG-Kontrolldienst tätig ist. „Nur ausgeruhte und auch ausgeglichene Fahrer, die nicht wochenlang in ihren Fahrerkabinen auf Parkplätzen campieren müssen, sind in der Lage, das hohe Verkehrsaufkommen sicher zu bewältigen.“

 


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