25 Jahre OEZ Hannover – Die GdP gratuliert sehr herzlich

Jede Menge Teamgeist, Einsatzbereitschaft, Fitness, Courage, Cleverness, Kameradschaft, kriminalistisches Gespür sowie ein Händchen für Technik zeichnen die Kolleginnen und Kollegen unserer Spezialeinheiten aus. Die Errichtung solcher Einheiten war die richtige und nötige Antwort des Zolls auf eine sich wandelnde Kriminalität zum Ende des letzten Jahrtausends. Die bittere Erkenntnis: Der Zoll hat die OEZen allerdings nicht aus diesem sachlichen und berechtigten Grund errichtet, sondern damals nur aus der Not, personelle Überhänge aus den Grenzregionen nach Schengen und nach dem Binnenmarkt regional aufzufangen. Die OEZ des damaligen ZFA Düsseldorf machte den Anfang. Alle anderen folgten. Zwei wurden wir eingestampft, eine soll jetzt wieder dazu kommen. Wir wollen heute aber froh und zufrieden sein, dass eine aus ganz anderen Motiven heraus getroffene Entscheidung sich heute als fachlich vollkommen zutreffend darstellt. So ist halt Zoll.

Bei aller Freude dürfen wir allerdings über eine Vielzahl von Problemen nicht hinwegsehen. Mangelnde Ausrüstung, unzureichende Bewaffnung und kaum berufliche Entwicklungsmöglichkeiten prägen unter anderem das Bild der heutigen Generation im Einsatz. Der Kollege und stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) – Bezirksgruppe Zoll, Michael Floeth, sprach diese Probleme in seinem Grußwort an. „Wir brauchen dringend eine bessere Bündelung der Dienstposten, klare Konzepte für eine Anschlussverwendung, bessere Ausrüstung und Bewaffnung und einen hervorragenden Fortbildungsstand, der die vollständige Augenhöhe zu den SEen der Polizei sichert und eine ‚OEZ-light‘ brauchen wir deshalb sicher nicht,“ erklärte Floeth in seinem Grußwort und wies darauf hin, dass die GdP bereits im letzten Jahrzehnt ausreichend Überhangsdienstposten für die Anschlussverwendung der Einsatzbeamten gefordert hat. Bisher bewegt sich die Verwaltung aber nicht. Genauso fehlt der Führung im Zoll jedes Verständnis für Fragen der Eigensicherung und Bewaffnung, wie Michael Floeth leidvoll bei einem Gespräch mit Abteilungsleiterin Hercher im BMF erleben musste.


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