Vorstandssitzung der GdP-Zoll: Der Zoll darf nicht länger die rote Laterne im Kreis der Sicherheitsbehörden tragen

„Mit untauglichen Strukturen, schlechten Gesetzen, unzureichender Ausrüstung und viel zu wenig Personal kann man den Kriminellen, die sich bereichern, nicht die Stirn bieten“, fasst Frank Buckenhofer eine intensive Diskussion im Rahmen der Vorstandssitzung der Bezirksgruppe Zoll in der Gewerkschaft der Polizei zusammen. Der geschäftsführende Vorstand, die Kreisgruppenvorsitzenden sowie Vertreter der JUNGEN GRUPPE, Frauengruppe, Seniorengruppe und Schwerbehindertenvertretung tagten vom 5. bis 7. November 2018 in Köln. Neben Weichenstellungen für den Delegiertentag 2019 stand der kritische Blick auf die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen, die Aufgabenwahrnehmung des Zolls und die politische Verantwortung für beide Aspekte im Mittelpunkt der Beratungen und Beschlussfassung.

Zunehmend enttäuscht zeigten sich die Gewerkschafter von den Regierungsparteien, die im Koalitionspapier eine Stärkung des Zolls als Arbeitsziel erklärt hatten. Darunter durfte man wesentlich mehr erwarten, als lediglich eine Personalmehrung, die zudem nur den seit Jahrzehnten aufgestauten Fehlbestand ausgleicht. So ist die Botschaft des GdP-Zoll-Vorstands klar formuliert worden: „Wir legen die Finger weiter in die Wunden und erwarten erkennbare Anstrengungen, den Zoll strukturell, rechtlich, personell und mit ausreichenden Sachmitteln zu stärken.“

Polizeizulage und Arbeitszeit

Im Focus der GdP-Zoll bleiben aber selbstverständlich auch die persönlichen Interessen der Kolleginnen und Kollegen. Die Ausweitung des Empfängerkreises der Polizeizulage, die Wiedereinführung der Ruhegehaltfähigkeit der Polizeizulage, die Absenkung der Arbeitszeit für Beamtinnen und Beamte sowie ArbeitnehmerInnen sind einige der Themen, die es nach wie vor mit hohem Einsatz Ausdauer durchzusetzen gilt.


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